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Bereiche

Die Klinische Abteilung für Herz-Thorax-Gefäßchirurgische (HTG) Anästhesie & Intensivmedizin ist in folgende Bereiche gegliedert:

  • Herz-Anästhesie
  • Thorax-Gefäß-Anästhesie
  • Intensivtherapie

Spezielle Arbeitsbereiche im Detail:

Anästhesie Ambulanz der klinischen Abteilung für Herz-Thorax-Gefäßchirurgische (HTG) Anästhesie & Intensivmedizin

Leitung: Priv.-Doz. Dr. med. univ. Keso Skhirtladze-Dworschak

Stv. Leitung: Dr. Raphael Gußenbauer

 

AKH, Rote Bettenturm, Ebene 9, Leitstelle 9i

Anmeldung für Patienten und Terminvergabe

  • Telefon: +43 (0)1 40400 - 41660
  • Fax: +43 (0)1 40400 – 41650

Sekretariat HTG Prä-Anästhesie Ambulanz

Terminvergabe

  • Telefon: +43 (0)1 40400 - 22270

Ambulanzzeiten: Montag bis Freitag (werktags) von 8:00 bis 15:00 Uhr

PatientInnen, die in die HTG-Anästhesie Ambulanz kommen, benötigen folgende Unterlagen:

  • E-Card und Lichtbildausweis
  • Zuweisung des chirurgischen/internistischen Partners
  • Anästhesie revers (Fragebogen idealerweise bereits ausgefüllt)
  • Aktuelle Befunde
  • Ältere Befunde, falls zusätzliche, relevante Erkrankungen bestehen
  • Aktuelle Medikamentenliste (mit Dosierung und Einnahmemodus)
  • Liste bisheriger Operationen
  • Implantatpässe (Herzschrittmacher, Stents, Insulinpumpe)
  • Allergieausweis
  • Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Sachwalterbescheid

Bei Kindern und Jugendlichen muss eine sorgeberechtigte Person zum Aufklärungsgespräch kommen und den Anästhesierevers unterschreiben.

Die Klinische Abteilung für Herz-Thorax-Gefäßchirurgische Anästhesie & Intensivmedizin (HTG) ist seit Ende der 80er Jahre selbständiger Teil der Universitätsklinik für Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin geworden. Anfänglich startete die HTG-Ambulanz mit 5 Patienten im Jahr 2017. In den Folgejahren konnten wir das Leistungsangebot ständig erweitern, und haben schließlich im Jahr 2023 insgesamt 2959 PatientInnen für eine Herz-/Thorax- oder Gefäß-Operation anästhesiologisch vorbereitet.

Im Allgemeinen werden in einer Anästhesie Ambulanz Patienten von Anästhesisten und Anästhesistinnen für einer geplanten Operation untersucht und auf die Narkose vorbereitet. Diese Ambulanzen dienen der Beratung und Aufklärung der Patienten über das geeignete Narkoseverfahren und dessen mögliche Risiken. Der notwendige Zeitraum zwischen der Freigabe der Anästhesie und der Operation hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Zustandes des Patienten, der Art der geplanten Operation und den Richtlinien des medizinischen Teams. Im Idealfall sollte dazwischen ausreichend Zeit eingeplant werden, dass etwaige Therapieveränderungen sinnvoll möglich werden, wie z.B. Eiseninfusionen bei Eisenmangelanämie oder Hormonstatuserhebung bei nicht abgeklärten Schilddrüsenerkrankungen oder Nebennieren Adenomen.

Die Ärzte und Ärztinnen der HTG-Anästhesie betreuen PatientInnen folgender chirurgisch beziehungsweise internistisch tätigen Universitätskliniken und Klinische Abteilungen:

  • Universitätsklinik für Herzchirurgie
  • Universitätsklinik für Thoraxchirurgie
  • Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie
    • Klinische Abteilung für Gefäßchirurgie
  • Universitätsklinik für Innere Medizin II
    • Klinische Abteilung für Kardiologie
    • Klinische Abteilung für Angiologie
    • Klinische Abteilung für Pulmologie
  • Kinderherzzentrum

In der HTG-Anästhesie Ambulanz werden die PatientInnen von erfahrenen AnästhesistInnen individuell auf den jeweiligen Eingriff vorbereitet. Das persönliche Gespräch umfasst in der Regel die Durchsicht früherer Krankenakten, die Abfrage des aktuellen Gesundheitszustandes, die Durchführung der anästhesierelevanten körperlichen Untersuchungen, die Beurteilung der Herz-/Kreislauf- und Atemfunktion sowie die Anordnung relevanter Tests wie EKG, Röntgenaufnahmen des Brustkorbs, Herzecho und Blutuntersuchungen. Aufgrund der besonderen Herausforderungen bei kardiothorakalen Eingriffen, wird der Herz-, sowie der Lungenfunktion besondere Aufmerksamkeit geschenkt.  Ziel ist es, alle potenziellen Probleme und Risiken, die sich auf die Anästhesie und die Operation auswirken können, rechtzeitig zu erkennen und, sofern möglich, zu minimieren, um die Sicherheit der PatientInnen und deren optimale perioperative Versorgung zu gewährleisten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Wir wünschen Ihnen alles Gutes!

Ihr Team der Anästhesieambulanz

Das Team der Kinder-Herzanästhesie bietet anästhesiologische Betreuung für Neugeborene, Kinder und Jugendliche mit Herzfehlern nach dem letzten Stand des medizinischen Wissens.

Viele Herzoperationen bei Kindern werden im Neugeborenenalter und bei Kindern unter 1 Jahr durchgeführt. Die Anforderungen an die Kinder-Herzanästhesie sind daher eine sehr hohe fachliche Kompetenz, kombiniert mit besonderen manuellen Skills  und viel  Empathie für Kinder und Eltern während einer sehr schwierigen Zeit.

Unser Leistungsspektrum umfasst unter anderem die anästhesiologische Betreuung bei:

  • Frühkorrekturen komplexer Herzfehler im Neugeborenen- oder Säuglingsalter (Fallot Tetralogie, Ebstein Anomalie, Transposition der grossen Gefässe = TGA)
  • Palliationen des Hypoplastisches Linksherzsyndroms mit Stage I (=Norwood-Operation), Glenn-Operation und Fontan Operation
  • Herzttransplantationen bei Kardiomyopathien und nach  „failing single ventricle palliation“
  • Herzkatheteruntersuchungen mit Interventionen


Ein speziell geschultes Kinder-Herzanästhesie Team betreut diesen anästhesiologisch hoch-spezialisierten Bereich rund um die Uhr.

Leiterin: Prof. Eva Base

Das Aneurysma-Team der HTG versorgt Patient:innen mit angeborenen und erworbenen Krankheiten der Aorta. Durch laufende Forschung und Weiterbildung unseres Aneurysma-Teams erhalten unsere Aneurysma-Patient:innen die höchste medizinische Qualität und die innovativsten Therapien.

Chronische Aortenaneurysmen gehören wie akute lebensbedrohliche  Dissektionen und Rupturen zum anästhesiologischen und intensivmedizinischen Behandlungsspektrum unseres Aneurysma-Teams.

Die Anforderungen an das Aneurysma-Team der HTG reichen vom Management herausfordernder hämodynamischer Akutsituationen über spezielle therapeutische  Fertigkeiten zur Protektion der spinalen Perfusion und technischem Know How bei der offen-chirurgischen oder radiologisch-interventionellen Sanierung von komplexen Aortenaneurysmen bis weit hin zum postoperativen intensivmedizinischen Bereich mit dem maschinellen Ersatz bei Organfunktionsstörungen.

Das Aneurysma-Team setzt bei der prä- und postoperativen Versorgung von Patient:innen mit Aortenaneurysmen auf eine interdisziplinäre Ausrichtung der Versorgung, mit dem Ziel einer Verbesserung des Outcome und der Lebensqualität nach komplexen Eingriffen an der Aorta.

Unser Leistungsspektrum umfasst die anästhesiologische und intensivmedizinische Therapie bei bzw. nach:

  • Offen-chirurgischer Sanierung von
    • Chronischen Aneurysmen an der Herz-Lungen-Maschine in Kreislaufstillstand bzw. am Linksherzbypass mit selektiver Hirnperfusion bzw. Viszeralperfusion
    • Akuten Dissektionen Stanford Typ A
    • Aortenrupturen
    • Ascendens-Ektasie bzw. Sinus-valsalva-Aneurysmen mit /ohne Beteiligung der Aortenklappe
  • Endovaskulären Interventionen
    • TEVAR, EVAR, FEVAR, BEVAR
  • Transposition bzw. Doppeltransposition der hirnversorgenden Gefäße
  • Anlage von Liquordrainagen (Spinalkatheter-Implantation)

Sämtliche Gefäßchirurgische Eingriffe werden von uns anästhesiologisch und postoperativ betreut. Das Spektrum reicht von Routineeingriffen bis zu hoch komplexen Eingriffen an sämtlichen großen Gefäßen. Sowohl offene thorako-abdominelle Eingriffe (Brust- und Bauchschlagader) wie interventionelle Eingriffe in Kooperation mit der Radiologie, der Gefäßchirurgie und der Herzchirurgie, werden von Mitarbeiter:innen der HTG im hoch modernen Hybrid-OP der OP-Gruppe 2 und auf der interventionellen Radiologie sowohl im elektiven Setting wie auch im Akutsetting anästhesiologisch betreut.

  • Bei sehr komplexen Eingriffen ist die Anlage eines Spinalkatheters zur Protektion des Rückenmarks notwendig. Durch die Anlage dieses Katheters werden spätere Lähmungserscheinungen verhindert. Ein spezialisiertes Team der HTG führt diese Spinalkatheter-Anlagen durch.

An unserer Abteilung werden ca. 1400 Anästhesien an der Herz-Lungenmaschine für herzchirurgische Eingriffe durchgeführt. Ein spezialisiertes, erfahrenes anästhesiologisches Team betreut unsere herzchirurgische Patient:innen sowohl im Operationssaal als auch im Anschluss auf unserer Intensivstation 13B. Patienten nach Eingriffen am Herzen werden von sehr erfahrenen Herzanästhesist:innen betreut, was sich positiv auf das Outcome auswirkt.

High-end Programme der Herzchirurgie wie das „Kunstherzprogramm für terminale Herzinsuffizienz“, das „Herztransplantationsprogramm“ und das „Kinderherzanästhesieprogramm“ werden sowohl intensivmedizinisch wie auch anästhesiologisch von unseren Mitarbeiter:innen auf unserer Intensivstation betreut. Die Bereiche Operationssaal und Intensivstation haben einen fließenden Übergang, damit Informationsverluste vermieden werden.

Im Oktober 2017 wurde in unserer OP-Gruppe der Hybrid-OP in Betrieb genommen. Dieser Herz-OP-Saal ist mit einer uniplanaren Fluoroskopie-Anlage, einem „high-end“ Echokardiographiegerät und hochauflösenden Monitoren ausgerüstet. Der Hybrid-OP wird von der Herzchirurgie, Kardiologie, Gefäßchirurgie und Interventionellen Radiologie genutzt.

Zur Steuerung der Interventionen werden Fluoroskopie, transösophageale Echokardiographie und Hämodynamik auf großen, hochauflösenden und für alle gut einsehbaren Monitoren wiedergegeben.

Während TAVIs in leichter Sedierung durchgeführt werden, benötigen andere Interventionen eine Allgemeinanästhesie: Transapikale oder trans-subclavia TAVI, transkatheter edge-to-edge repair der Mitral- und Trikuspidalklappe, transkatheter Mitralklappen- und Trikuspidalklappenersatz oder extra-anatomische bi-cavale Klappenimplantation (TricValve). Bei den herzchirurgischen transkatheter Eingriffen wird das Echo-Guidance von Mitarbeiter:innen unserer Abteilung bewerkstelligt.

Stentimplantationen in den großen Arterien (EVAR, TEVAR) in Kooperation zwischen Interventioneller Radiologie und Gefäßchirurgie oder Herzchirurgie werden meist in Allgemeinanästhesie durchgeführt.

Die Abteilung für Herzchirurgie entfernt laserunterstützt lang-liegende Schrittmachersonden ohne Eröffnung des Thorax in Allgemeinanästhesie und unter Herzlungenmaschinenbereitschaft.

Um die Abläufe zu beschleunigen, werden die venösen, zentralvenösen und arteriellen Zugänge vor den Interventionen im AWR angelegt.  Nach der Intervention werden die Patient:innen nach ca. zwei Stunden auf die Normalstation bzw. die Intermediate Care verlegt oder verbleiben in unserer Obhut über Nacht im Aufwachraum (AWR).

An unserer Abteilung werden Narkosen für das ganze Spektrum von thoraxchirurgischen Eingriffen durchgeführt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Trachealchirurgie und der Lungentransplantation. Das Patientengut für diese hoch komplexen Eingriffe setzt sich hauptsächlich aus erwachsenen Patient:innen aber auch aus pädiatrischen Patient:innen zusammen, was eine besondere Herausforderung für die Anästhesie darstellt. Es werden jährlich zw. 100-120 Lungentransplantationen durchgeführt, was das AKH zu einem international bekannten Lungen-Transplantationszentrum macht und ein Schwerpunkt unserer anästhesiologischen Leistung darstellt.