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Ambulanzen der Klinischen Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie

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Schmerzambulanz

Montag bis Freitag (werktags) von 8:00 bis 15:00 Uhr

Roter Bettenturm, Ebene 9, Leitstelle 9i
Tel.: +43 (0)1 40400 41660 
Fax: +43 (0)1 40400 41650
E-Mail: post_akh_ls_9i@akhwien.at

In unserer Schmerzambulanz betreuen wir als universitäre Einrichtung vorwiegend Patient:innen mit komplizierten und therapierefraktären chronischen Schmerzen sowie Patient:innen mit Tumorschmerzen jeglichen Alters. Unser Team besteht aus Fachärzt:innen für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie und aus klinischen Psycholog:innen. Wir bieten einen multimodalen Therapieansatz und arbeiten dabei auch eng mit anderen Universitätskliniken zusammen.

Neben medikamentöser Schmerzbehandlung umfasst unser Leistungsspektrum verschiedenste Verfahren der invasiven Schmerztherapie und nicht-medikamentöse Optionen (wie Biofeedback, transkutane elektrische Nervenstimulation, Magnetfeldtherapie und Akupunktur).

Mit mehr als 20.000 Behandlungen pro Jahr stellt unsere Einrichtung die größte Schmerzambulanz im deutschsprachigen Raum darernen.

Pharmakogenetische Ambulanz

Montag bis Freitag (werktags) von 8:00 bis 15:00 Uhr

Roter Bettenturm, Ebene 9, Leitstelle 9i
Tel.: +43 (0)1 40400-41660 
Fax: +43 (0)1 40400-41650

Bei chronischen Schmerzen kann Akupunktur im Rahmen eines multimodalen schmerztherapeutischen Konzepts zusätzlich zu anderen Therapieformen (z.B. Physikalische Therapie, Heilgymnastik, medikamentöse Therapie, psychologische Unterstützung …) hilfreich sein. Wissenschaftliche Studien, auch aus unserer Abteilung (eine davon mit dem Pischinger-Preis ausgezeichnet), belegen mit schulmedizinischen Kriterien den therapeutischen Nutzen der Akupunkturbehandlung bei speziellen akuten und chronischen Schmerzen. Daher gibt es an unserer Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerzmedizin eine Akupunkturambulanz.

Wer wird in der Akupunkturambulanz behandelt?

Wenn Sie als Patient:in in der Schmerzambulanz betreut werden, kann Ihr:e behandelnde:r Ärzt:in eine ergänzende Akupunkturtherapie empfehlen. Dies kann z.B. bei chronischen Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates (chronische Kreuzschmerzen, chronische Nackenschmerzen) oder Kopfschmerzen (Migräne oder Spannungskopfschmerzen) der Fall sein.

In Akupunktur ausgebildete Fachärzt:innen überprüfen daraufhin, ob eine Akupunkturbehandlung sinnvoll erscheint und schlagen einen Termin für ein erstes Gespräch in der Akupunkturambulanz vor.

Wir behandeln in unserer Akupunkturambulanz hauptsächlich Patient:innen mit Schmerzerkrankungen. Sollte eine Akupunktur aus anderen Gründen in Erwägung gezogen werden (z.B. Geburtsvorbereitung, …), ist dies nur bei freien Terminkapazitäten möglich. Auch in diesen Fällen ist zunächst ein Gespräch mit einer:einem in der Akupunktur ausgebildeten Fachärzt:in möglich. Eine externe Zuweisung ausschließlich zu einer Akupunkturbehandlung ist nicht möglich.

Wie läuft die Akupunkturbehandlung ab?

Sollte bei Ihnen eine Akupunkturbehandlung geplant sein, so nehmen wir uns für ein Erstgespräch in der Akupunkturambulanz eine Stunde für Sie Zeit. In diesem Erstgespräch geht es vor allem darum, eine Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) nach Kriterien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zu erheben. Die TCM beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz. Daher werden in diesem Gespräch auch zusätzliche Aspekte erhoben, wie z.B. welche Faktoren subjektiv die Beschwerden verbessern/verschlechtern, der vorherrschende Gemütszustand, Essensvorlieben oder Ähnliches.

Anhand Ihrer Angaben erstellen wir danach ein individuelles Behandlungskonzept für Sie. In unserer Akupunkturambulanz werden verschiedene Techniken der Akupunktur (Körperakupunktur, Ohrakupunktur, Elektroakupunktur, Elektro-Ohrakupunktur, Laserakupunktur …) eingesetzt. Welches Verfahren am besten für Sie geeignet ist, entscheiden die Ärzt:innen in unserer Akupunkturambulanz.

Bei der Körperakupunktur werden üblicherweise etwa 10 Punkte (entsprechend 20 Nadeln, da meist beidseits) gestochen. Während der 20-minütigen Behandlung liegen Sie entspannt auf einer Behandlungsliege.

Bei der Ohrakupunktur werden etwa 6 bis 8 Ohrakupunkturpunkte genadelt. Bei dieser Behandlungsform können auch sogenannte Dauernadeln (vergleichbar mit winzigen Reißnägeln) zum Einsatz kommen, die bis zu etwa 5 Tagen an den Akupunkturpunkten in der Ohrmuschel verbleiben können.

In unserer Ambulanz führen wir die Akupunkturbehandlungen 1x/Woche, insgesamt über 10 Wochen durch. Üblicherweise sollte sich bei chronischen Beschwerden ab der 3. bis 4. „Sitzung“ eine merkbare Besserung einstellen. Bleibt diese aus, so kann versucht werden, auf eine andere Therapieform (Ohr- bzw. Körperakupunktur) zu wechseln. In diesen Fällen kann die Therapiedauer verlängert werden.

Eine „Dauerakupunktur“ mit mehr als 15  Sitzungen ist nicht sinnvoll.

Welche Nebenwirkungen der Akupunktur sind möglich?

Wie bei allen Therapieverfahren gibt es auch in der Akupunktur Nebenwirkungen, die allerdings meist harmloser Natur sind: Die Nadelung selbst kann schmerzhaft sein, selten kann es zu vegetativen Reaktionen (Schweißausbruch, Blutdruckabfall) bis hin zum Nadelkollaps kommen. Manchmal sind kleine Blutergüsse Folgen der Nadelung, gelegentlich kommt es nach der ersten Therapiesitzung zu einer Verstärkung der Beschwerden („Erstverschlechterung“), die mit der Fortführung der Therapie aber abklingt.

Schmerzambulanz

Montag bis Freitag (werktags) von 8:00 bis 15:00 Uhr

Roter Bettenturm, Ebene 9, Leitstelle 9i
Tel.: +43 (0)1 40400-41660 
Fax: +43 (0)1 40400-41650
E-Mail: post_akh_ls_9i@akhwien.at

Ambulanz zur Diagnostik der Malignen Hyperthermie

Die Maligne Hyperthermie (MH) ist eine seltene, vererbte, abnorme Reaktion der Skelettmuskulatur auf bestimmte Narkosemedikamente. Bei Träger:innen der Veranlagung für die MH kann es im Rahmen einer Allgemeinnarkose plötzlich und unvorhersehbar zu einer unkontrollierten Steigerung des Stoffwechsels in den Muskelzellen kommen. Die Symptome einer akuten MH-Krise unter Narkose können sich sehr rasch entwickeln und unbehandelt zum Tod des betroffenen Patient:innen führen.

Die Ambulanz zur Diagnostik der Malignen Hyperthermie der Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie ist das einzige österreichische Referenzzentrum für die Abklärung der Malignen Hyperthermie. Betroffene Patient:innen und deren Familien werden bei uns nach den Standards der „European Malignant Hyperthermia Group“ untersucht und beraten.

Für Not- und Krisenfälle in ganz Österreich unterhält unsere Abteilung eine 24h- Hotline unter der Telefonnummer +43 (0)1 40400-64230.

Weiterführende Informationen finden Sie unter den Links in der Seitenleiste.

Die Maligne Hyperthermie (MH) ist eine seltene, vererbte, abnorme Reaktion der Skelettmuskulatur auf bestimmte Narkosemedikamente. Bei Trägern der Veranlagung für die MH kann es im Rahmen einer Allgemeinnarkose plötzlich und unvorhersehbar zu einer unkontrollierten Steigerung des Stoffwechsel in den Muskelzellen kommen. Die Symptome einer akuten MH-Krise unter Narkose können sich sehr rasch entwickeln und unbehandelt zum Tod des betroffenen Patienten führen.

Die Pharmakogenetische Ambulanz der Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie ist das einzige österreichische Referenzzentrum zur Diagnostik der Malignen Hyperthermie. Betroffene Patienten und deren Familien werden bei uns nach den geltenden Standards der „European Malignant Hyperthermia Group“ untersucht und beraten.

24-Stunden-Maligne Hyperthermie-Hotline

+43 (0)1 40400-64230

Die atypischen Plasmacholinesterasen stellen genetische Varianten dar, die bei sonst klinisch völlig unauffälligen Individuen im Rahmen einer Narkose mit bestimmten Muskelrelaxantien (Succinylcholin, Mivacurium) zu einer erheblich verlängerten, unerwünschten Muskelerschlaffung (neuromuskuläre Blockade) mit Atemlähmung führen können.

Bei Anwendung von esterartigen Lokalanästhetika bei Patient:innen mit atypischer Plasmacholinesterase ist mit erhöhter Toxizität (kardiovaskuläre und zentralnervöse Nebenwirkungen) zu rechnen. Zu den esterartigen Lokalanästhetika zählt auch Kokain. Lebensbedrohliche Komplikationen nach Kokainabusus sind bei Patient:innen mit Plasmacholinesterasevarianten häufiger.

Medikamentenliste (PDF, 335KB)
Eine Liste „erlaubter“ und „verbotener“ Medikamente bei Vorliegen einer atypischen Plasmacholinesterase.
Information für Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal (PDF, 425KB)
Information zur Atypischen Serumcholinesterase für Ärzt:innen und medizinisches Fachpersonal.