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Medizinisches Simulationszentrum

Gerade im Schnittstellenbereich zwischen verschiedenen Fachrichtungen wie Geburtshilfe, Anästhesie, Chirurgie und Neonatologie sind einerseits medizinische Fertigkeiten, aber vor allem auch „nicht-technische Fähigkeiten“, wie z.B. effektive Kommunikation, die Nutzung aller zur Verfügung stehenden Ressourcen, und optimale Teamarbeit entscheidend für eine sichere Patient:innenversorgung und das Outcome von Patient:innen in diesem sensiblen Bereich. Neben dem Erlernen eines Zwischenfalls-Managements ist bei verschiedenen Spezialprozeduren auch die Routine ein ausschlaggebender Faktor.

Leitung: Assoc. Prof. PD Dr. Bernhard Rössler, MIH, EDIC

Stv. Leitung: Dr. Mathias Maleczek; Dr.in Caroline Holaubek

Medizinische Simulatoren sind künstliche High-Fidelity-Patient:innen, die nahezu 1:1 Patient:innen in den verschiedensten medizinischen Notsituationen darstellen können. Durch das Training am Patient:innensimulator werden seltene Situationen ohne Gefahr für die Patient:innen wiederholt trainiert. Durch die neuen Ausbildungskonzepte können sowohl medizinisches Wissen als auch manuelle Fertigkeiten und Teamkompetenz vermittelt und erworben werden. Grundlage der Trainings sind internationale Leitlinien und Consensusdokumente. Daher eignet sich die medizinische Simulation in herausragender Weise, um die Patient:innensicherheit nachhaltig zu verbessern. Grundlage der Ausbildungskonzepte sind Methoden der Erwachsenenbildung.

Das Ärzt:innenteam der medizinischen Simulation hat die längste Tradition in Österreich. Seit 2001 werden Mitarbeiter:innen und Studierende an Notsituationen trainiert und Problemslösungstechniken bearbeitet. Ein besonderes Interesse gilt der realen Abbildung der Arbeitsumstände und gerade auch deswegen wurden die interdisziplinären Umsetzungen gefördert. Gemeinsam mit der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde entstand eine inhaltliche Partnerschaft (päd SIM), die in den letzten Jahren mit anderen interessierten Fachabteilungen wie Gynäkologie und Geburtshilfe, Unfallchirurgie, Gastroenterologie, Notfallmedizin und Chirurgie intensiviert wurde.

Die Simulationstrainings decken einen großen Bereich der Tätigkeiten der Abteilung ab. In der realen Arbeitsumgebung werden anästhesiologische peri- und intraoperative Themen genauso wie intensivmedizinischen Fragestellungen bearbeitet. Die Schockraumtrainings setzen an einer Schlüsselstelle der Versorgung der Schwerverletzten an und trainieren interdisziplinäre Teams bestehend aus Anästhesist:innen, Unfallchirurg:innen, radiologischem und Pflegepersonal. Studierende haben die Gelegenheit, im Rahmen des Tertials Notfall- und Intensivmedizin am Simulator den Umgang mit vital bedrohten Patient:innen gefahrlos zu erleben.

Die Frage nach dem Warum statt nach dem Wer ist ein entscheidender Paradigmenwechsel in einer modernen Fehlerkultur. Deswegen hat die Abteilung ein professionelles analysegestütztes Incident Reporting Tool – PASIS – eingeführt, das seine Sicherheit und Effizienz in der jahrelangen internationalen Anwendung bewiesen hat.